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Rote Ästhetik um Zahn und Implantat

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Länge:

20:10

Referent:

Prof. Dr. Fickl

Die rote Ästhetik um natürliche Zähne, prothetische Restaurationen und Implantate ist das Thema des Vortrags von PD Dr. Stefan Fickl. Vor allem gingivale Rezessionen beeinträchtigen die orofaziale Ästhetik der Patienten in hohem Maße.

Multiple Faktoren, wie eine traumatische Putztechnik oder eine kieferorthopädische Therapie, führen zu ihrer Entstehung. Zusätzlich begünstigt und beschleunigt wird deren Genese durch eine zu dünne marginale Gingiva. Die Folge sind freiliegende, mitunter überempfindliche Zahnhälse, sichtbare metallische Kronenränder und stählerne Implantatabutments.

Eine Erneuerung vorhandener Restaurationen oder eine adhäsive Versorgung zervikaler Defekte, also lediglich eine Korrektur der weißen Ästhetik, würde zu unnatürlich lang wirkenden Zähnen führen und somit dem ästhetischen Anspruch der Patienten nicht gerecht. Parodontalchirurgische Techniken dagegen, mit lokal gestielten Lappen in Kombination mit subepithelialen Bindegewebstransplantaten zur Verdickung der keratinisierten Gingiva, haben sich über die Jahre als Goldstandard erwiesen und verbessern die rote Ästhetik vorhersagbar und langfristig.

In diesem Zusammenhang aber betont Dr. Fickl, dass die Indikationen für solch elektive, relativ invasive Eingriffe durchaus streng zu stellen sind. Dabei ist zu beachten, dass freiliegende Zahnhälse um natürliche Zähne und Rezessionen um prothetische Restaurationen, erfahrungsgemäß sicher und voraussagbar gedeckt werden können. Allen voran der Einsatz autologer Transplantate vom Gaumen, die mit inzisionsfreien Lappentechniken kombiniert werden, hat sich über die Jahre bewährt. Die minimalinvasive, mikrochirurgische Vorgehensweise sowie die Verwendung von Schmelz-Matrix-Proteinen und Biologics verbessern das Outcome zusätzlich. Das Weichgewebsmanagement um Implantate dagegen gestaltet sich umso schwieriger.

Eine vollständige Deckung freiliegender Abutmentoberflächen ist nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht dauerhaft zu gewährleisten. Daher betont Dr. Fickl die Wichtigkeit einer periimplantären Weichgewebsverdickung vor der Implantatinsertion, um prophylaxeorientiert eine dauerhaft zufriedenstellende rote Ästhetik zu ermöglichen.

 

Inhalte des Expertenvideos

In diesem Vortrag beschäftigt sich OA Priv.-Doz. Dr. Stefan Fickl mit der „rosa Ästhetik“ . Gerade bei einer hohen Lachlinie werden Unregelmäßigkeiten im Weichgewebsverlauf als störend wahrgenommen.
In diesem Vortrag beschäftigt sich OA Priv.-Doz. Dr. Stefan Fickl mit der „rosa Ästhetik“ . Gerade bei einer hohen Lachlinie werden Unregelmäßigkeiten im Weichgewebsverlauf als störend wahrgenommen.
Dünne marginale Gingiva neigt zu Rezessionen. Dies gilt für natürliche Zähne, Restaurationen und Implantate.
Dünne marginale Gingiva neigt zu Rezessionen. Dies gilt für natürliche Zähne, Restaurationen und Implantate.
Die Verwendung von subepithelialen Bindegewebstransplantaten erhöht die Vorhersagbarkeit für eine Rezessionsdeckung.
Die Verwendung von subepithelialen Bindegewebstransplantaten erhöht die Vorhersagbarkeit für eine Rezessionsdeckung.
Mikrochirurgische Vorgehen innerhalb der Operation verbessert die Wundheilung und somit die Operationsergebnisse.
Mikrochirurgische Vorgehen innerhalb der Operation verbessert die Wundheilung und somit die Operationsergebnisse.
Eine Korrektur des Gewebes um Implantate ist nur eingeschränkt möglich. Bei einem dünnen Gingivatyp  empfiehlt es sich vor der Implantation eine Weichgewebsverdickung durchzuführen.
Eine Korrektur des Gewebes um Implantate ist nur eingeschränkt möglich. Bei einem dünnen Gingivatyp empfiehlt es sich vor der Implantation eine Weichgewebsverdickung durchzuführen.

Der Experte

Prof. Dr. Stefan Fickl

Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Niederlassung in privater Praxis in Fürth Nationale und internationale Publikationen und Vorträge im Bereich Parodontologie und Implantologie Beruflicher Werdegang:
  • 1998 - 2003: Studium der Zahnmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • 2003: Staatsexamen
  • 2004: Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg
  • Jan.- Apr. 2004 Assistenzarzt in elterlicher Privatpraxis (Dr. Wolfgang Fickl)
  • 2004 - 2007 Postgraduiertenprogramm zum Spezialisten für Parodontologie im ...Mehr Infos »
  • DZR
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  • IPI München
  • Zimmer Dental
  • BEGO Implant Systems GmbH & Co. KG
  • Kuraray
  • Henry Schein
  • Komet/Gebr. Brasseler GmbH &Co KG
  • DSI DentaScience Institute®
  • Health AG
  • Sirona
  • W&H Deutschland GmbH
  • Mectron
  • Dentsply Sirona Implants
  • botiss dental Gmbh
  • CLINICAL HOUSE EUROPE

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