Vorschau beendet

Dieses Expertenvideo können Sie in voller Länge sehen, wenn Sie es einzeln kaufen

oder ein Abonnement abschließen.

Adhäsive Zahnheilkunde - was gibt es Neues?

Professor Dr. Frankenberger, Universität Marburg, erläutert die Indikationen der Adhäsivtechnik, den korrekten Einsatz von Bondingmaterialien und erörtert darüber hinaus, wann direkte Restaurationen an ihre therapeutischen und ökonomischen Grenzen stoßen. Die Grundvoraussetzung für eine optimale Dentinversiegelung ist die sachgerechte Applikation eines adhäsiven Systems. Dieses hat nicht nur einen wesentlichen Einfluss auf mögliche postoperative Hypersensibilitäten, sondern auch auf den chemischen Verbund zwischen der Zahnhartsubstanz und dem Komposit. 3-Schritt-Etch-und-Rinse-Systeme sind dabei der Goldstandard und den Ein-Flaschen-Adhäsivsystemen weit überlegen. Letztere bergen die Gefahr einer Komponentenentmischung und penetrieren oft nicht tief genug in die Dentintubuli, so dass die Haftkraft zwischen Dentin und dem Füllungsmaterial im Vergleich zur gesonderten Anwendung von Phosphorsäure, Primer und Bonding weniger groß ist. Nicht nur die Wahl des Bondingsystems, sondern auch die Kompositmaterialien entscheiden über die Qualität und Langlebigkeit der direkten Restauration. Prinzipiell sind höher visköse, modellierbare Komposite wie Tetric Ceram den dünnfließenden Flowables vorzuziehen, da sich diese durch eine geringere Polymerisationsschrumpfung, eine verbesserte Polierbarkeit sowie durch eine höhere Abrasionsfestigkeit auszeichnen. In schwer zugänglichen Kavitäten dagegen, die nach den Prinzipien der Minimalinvasivität präpariert wurden, ist der Einsatz von z.B. SDR durchaus gerechtfertigt, da eine perfekte Adaptation des Flowables an die Kavitätenränder auch unter fehlender Sicht gewährleistet ist. In manchen Fällen, wie bei Höckerfrakturen und weiten approximalen Defekten, ist die Anwendung der direkten Adhäsivtechnik weniger sinnvoll, sowohl was die Qualität der Therapie als auch deren Wirtschaftlichkeit anbelangt. Keramischen Restaurationen sollte in solchen Fällen der Vorzug gegeben werden. Abschließend demonstriert Professor Frankenberger, wie Reparaturen bestehender keramischer oder metallischer Restaurationen mit Hilfe der Adhäsivtechnik substanzschonend und kostengünstig möglich sind.

2 CME Punkte

Adhäsive Zahnheilkunde - was gibt es Neues?

Professor Dr. Frankenberger, Universität Marburg, erläutert die Indikationen der Adhäsivtechnik, den korrekten Einsatz von Bondingmaterialien und erörtert darüber hinaus, wann direkte Restaurationen an ihre therapeutischen und ökonomischen Grenzen stoßen. Die Grundvoraussetzung für eine optimale Dentinversiegelung ist die sachgerechte Applikation eines adhäsiven Systems. Dieses hat nicht nur einen wesentlichen Einfluss auf mögliche postoperative Hypersensibilitäten, sondern auch auf den chemischen Verbund zwischen der Zahnhartsubstanz und dem Komposit. 3-Schritt-Etch-und-Rinse-Systeme sind dabei der Goldstandard und den Ein-Flaschen-Adhäsivsystemen weit überlegen. Letztere bergen die Gefahr einer Komponentenentmischung und penetrieren oft nicht tief genug in die Dentintubuli, so dass die Haftkraft zwischen Dentin und dem Füllungsmaterial im Vergleich zur gesonderten Anwendung von Phosphorsäure, Primer und Bonding weniger groß ist. Nicht nur die Wahl des Bondingsystems, sondern auch die Kompositmaterialien entscheiden über die Qualität und Langlebigkeit der direkten Restauration. Prinzipiell sind höher visköse, modellierbare Komposite wie Tetric Ceram den dünnfließenden Flowables vorzuziehen, da sich diese durch eine geringere Polymerisationsschrumpfung, eine verbesserte Polierbarkeit sowie durch eine höhere Abrasionsfestigkeit auszeichnen. In schwer zugänglichen Kavitäten dagegen, die nach den Prinzipien der Minimalinvasivität präpariert wurden, ist der Einsatz von z.B. SDR durchaus gerechtfertigt, da eine perfekte Adaptation des Flowables an die Kavitätenränder auch unter fehlender Sicht gewährleistet ist. In manchen Fällen, wie bei Höckerfrakturen und weiten approximalen Defekten, ist die Anwendung der direkten Adhäsivtechnik weniger sinnvoll, sowohl was die Qualität der Therapie als auch deren Wirtschaftlichkeit anbelangt. Keramischen Restaurationen sollte in solchen Fällen der Vorzug gegeben werden. Abschließend demonstriert Professor Frankenberger, wie Reparaturen bestehender keramischer oder metallischer Restaurationen mit Hilfe der Adhäsivtechnik substanzschonend und kostengünstig möglich sind.

Über den Experten

Roland Frankenberger

Prof. Dr. Roland Frankenberger

Direktor Abteilung für Zahnerhaltungskunde Medizinisches Zentrum für ZMK (Philipps-Universität Marburg und Universitätsklinikum Gießen und Marburg)

Zum Expertenprofil Frage an den Experten stellen