Das Würzburger Konzept: Interview mit Prof. Schlagenhauf zum Thema Parodontitis und Allgemeinerkrankungen

Die Parodontitis im Zusammenhang mit Allgemein- und Systemerkrankungen ist das Fachgebiet von Prof. Ulrich Schlagenhauf aus Würzburg. Im Gespräch mit Dr. Stefan Fickl beschreibt der erfahrene Kliniker die Entwicklungen in der Parodontitistherapie von einem anfänglich monokausalen Konzept, das die Ätiologie parodontaler Degeneration vornehmlich in der bakteriellen Plaque gesehen hat, bis hin zu der heute im Fokus ätiologischer Überlegungen stehenden multifaktoriellen Genese. Prof. Schlagenhauf betont, dass die Mundhygiene als Kofaktor immer eine wichtige Rolle spielen wird. Jedoch kann diese allein die Progression einer Parodontitis im Zuge einer Allgemeinerkrankung nicht aufhalten. Rheumatoide Polyarthtritits, Diabetes, Glomerulonephritiden und kardiovaskuläre Beschwerden sind Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer parodontalen Degeneration genannt werden. Sie können Ursache oder Folge einer Parodontitis sein oder sich gegenseitig beeinflussen. Prof. Schlagenhauf betont die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit beispielsweise mit einem Internisten, der durch serologisch-immunologische Untersuchungen Gründe für plötzlich auftretende Parodontopathien oder parodontaltherapeutische Misserfolge liefern kann. Dieses Wissen ermöglicht dem allgemeinzahnärztlich tätigen Praktiker die Etablierung eines patientenspezifischen Recallsystems mit der Aussicht auf eine erfolgreiche Therapie der Parodontitis.

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Das Würzburger Konzept: Interview mit Prof. Schlagenhauf zum Thema Parodontitis und Allgemeinerkrankungen

Die Parodontitis im Zusammenhang mit Allgemein- und Systemerkrankungen ist das Fachgebiet von Prof. Ulrich Schlagenhauf aus Würzburg. Im Gespräch mit Dr. Stefan Fickl beschreibt der erfahrene Kliniker die Entwicklungen in der Parodontitistherapie von einem anfänglich monokausalen Konzept, das die Ätiologie parodontaler Degeneration vornehmlich in der bakteriellen Plaque gesehen hat, bis hin zu der heute im Fokus ätiologischer Überlegungen stehenden multifaktoriellen Genese. Prof. Schlagenhauf betont, dass die Mundhygiene als Kofaktor immer eine wichtige Rolle spielen wird. Jedoch kann diese allein die Progression einer Parodontitis im Zuge einer Allgemeinerkrankung nicht aufhalten. Rheumatoide Polyarthtritits, Diabetes, Glomerulonephritiden und kardiovaskuläre Beschwerden sind Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer parodontalen Degeneration genannt werden. Sie können Ursache oder Folge einer Parodontitis sein oder sich gegenseitig beeinflussen. Prof. Schlagenhauf betont die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit beispielsweise mit einem Internisten, der durch serologisch-immunologische Untersuchungen Gründe für plötzlich auftretende Parodontopathien oder parodontaltherapeutische Misserfolge liefern kann. Dieses Wissen ermöglicht dem allgemeinzahnärztlich tätigen Praktiker die Etablierung eines patientenspezifischen Recallsystems mit der Aussicht auf eine erfolgreiche Therapie der Parodontitis.

Über den Experten

Ulrich Schlagenhauf

Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf

Leiter der Abteilung Parodontologie - Universitätsklinikum Würzburg

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Über den Experten

Stefan Fickl

Prof. Dr. Stefan Fickl

Privatpraxis für Zahnheilkunde und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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