Ein biologisch basiertes Funktionskonzept - Teil 1

Während der letzten zwei Jahrzehnte wurden cranio-mandibuläre Dysfunktionen zu einem viel diskutierten Thema unter Zahnärzten und Kieferorthopäden. Dr. Salvador Congost stellt in seinem Vortrag ein biologisch basiertes Funktionskonzept vor und geht dabei vor allem auf die Prinzipien eines funktionell gesunden Kausystems und mögliche Pathologien ein. Ein gesundes, funktionierendes Kausystem erkennt man in der Regel an der physiologischen Belastung aller beteiligten Gewebe in einer zentrischen Kondylenposition. Diese sollte mit einer maximalen Interkuspidation, einem relativ ausgeprägten Overjet und Overbite sowie scharfen (nicht vorgeschädigten) Zahnformen einhergehen. Patienten, die solche Merkmale aufweisen, kauen inkursiv und mit einem vertikalen Muster, interferenzfrei und auf einem muskulären Antagonismus basierend (Aktivität bzw. Inaktivität der Mundöffner bzw. –schließer). Zeichen einer überlasteten Okklusion in Folge von Myo-, Arthtro-, oder Okklusopathien sind Abrasionen und Schlifffacetten, Infrakturen, Abfraktionen, vereinzelte Rezessionen, parodontal geschädigte Zähne, Frakturen an Restaurationen sowie gebrochene Abutmentschrauben. Manche Patienten zeigen entsprechende Symptome wie Gesichts- und Kopfschmerzen, muskuläre Hypertrophien und Verspannungen, andere sind völlig symptomfrei, weil Muskeln und Bänder kompensatorische Aufgaben bislang einwandfrei erfüllten. Dennoch besteht in beiden Fällen Behandlungsbedarf. Die Zielsetzung besteht einerseits darin, akute Symptome zu lindern, in beiden Fällen jedoch ein dauerhaft stabiles Kausystem zu etablieren, welches durch interdisziplinäre und schienentherapeutische Maßnahmen erreicht werden kann.

2 CME Punkte

Ein biologisch basiertes Funktionskonzept - Teil 1

Während der letzten zwei Jahrzehnte wurden cranio-mandibuläre Dysfunktionen zu einem viel diskutierten Thema unter Zahnärzten und Kieferorthopäden. Dr. Salvador Congost stellt in seinem Vortrag ein biologisch basiertes Funktionskonzept vor und geht dabei vor allem auf die Prinzipien eines funktionell gesunden Kausystems und mögliche Pathologien ein. Ein gesundes, funktionierendes Kausystem erkennt man in der Regel an der physiologischen Belastung aller beteiligten Gewebe in einer zentrischen Kondylenposition. Diese sollte mit einer maximalen Interkuspidation, einem relativ ausgeprägten Overjet und Overbite sowie scharfen (nicht vorgeschädigten) Zahnformen einhergehen. Patienten, die solche Merkmale aufweisen, kauen inkursiv und mit einem vertikalen Muster, interferenzfrei und auf einem muskulären Antagonismus basierend (Aktivität bzw. Inaktivität der Mundöffner bzw. –schließer). Zeichen einer überlasteten Okklusion in Folge von Myo-, Arthtro-, oder Okklusopathien sind Abrasionen und Schlifffacetten, Infrakturen, Abfraktionen, vereinzelte Rezessionen, parodontal geschädigte Zähne, Frakturen an Restaurationen sowie gebrochene Abutmentschrauben. Manche Patienten zeigen entsprechende Symptome wie Gesichts- und Kopfschmerzen, muskuläre Hypertrophien und Verspannungen, andere sind völlig symptomfrei, weil Muskeln und Bänder kompensatorische Aufgaben bislang einwandfrei erfüllten. Dennoch besteht in beiden Fällen Behandlungsbedarf. Die Zielsetzung besteht einerseits darin, akute Symptome zu lindern, in beiden Fällen jedoch ein dauerhaft stabiles Kausystem zu etablieren, welches durch interdisziplinäre und schienentherapeutische Maßnahmen erreicht werden kann.

Über den Experten

Salvador Congost

Dr. Salvador Congost

Spezialist für rekonstruktive Zahnheilkunde, Ästhetik und Funktion der European Dental Association (EDA)

Zum Expertenprofil Frage an den Experten stellen

Das könnte Sie auch interessieren