Fluoreszenzunterstützte Kariesexkavation (FACE) - Teil 1: Hintergrund und Grundlagen

Die Exkavation bei Karies sollte nach dem Motto erfolgen: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Im ersten Part seines dreiteiligen Vortrags stellt Professor Wolfgang Buchalla, Regensburg, dar, was die Schwierigkeiten beim Finden der richtigen Exkavationsgrenze sind und welche Lösungsansätze dafür zur Verfügung stehen. Karies entsteht durch den Abbau niedermolekularer Kohlehydrate durch Bakterien wie Laktobazillen und Aktinomyzeten.

Die hierbei entstehenden organischen Säuren werden durch die Zahnhartsubstanz neutralisiert und sorgen für deren Demineralisation. Eine kariöse Läsion entsteht. Diese ist durch Speicheleinschlüsse feucht, in der Regel verfärbt, mikrobiell besiedelt und enthält folglich bakterielles Endotoxin. Im zahnärztlichen Alltag werden mittels Diamanten Zugangskavitäten geschaffen, um solche Läsionen zu erreichen. Es folgt eine unterminierende Exkavation des weichen Dentins mit Hilfe von Rosenbohrern aus Hartmetall. Inwieweit die Restzahnsubstanz nach der Exkavation infektionsfrei ist, entscheidet der Behandler gewöhnlich visuell-taktil.

Die Begutachtung der Farbe pulpennaher Dentinareale sowie das ‚Sondenklirren’ stellen dabei die Indikatoren dar, die darüber entscheiden, ob eine Exkavation hinreichend erfolgte. Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte wurden Hilfsmittel wie der Kariesdetektor, das Carisolv-System sowie Polymerrosenbohrer entwickelt, die eine hinreichende Exkavation ermöglichen und eine Überexkavation verhindern sollten. Sie alle konnten sich in der Praxis nicht gänzlich etablieren. FACE basiert auf der Identifizierung bakteriell infizierter Bereiche der Zahnhartsubstanz.

Kariöses Dentin zeigt bei einer Bestrahlung mit violettem Licht einer Wellenlänge von 405 nm eine rote Fluoreszenz durch die Präsenz fluoreszierenden Porphyrins. Nicht kariöse Areale dagegen fluoreszieren grün. Idealerweise könnten entsprechende Lichtquellen in ein Winkelstück eingebaut werden, um eine Integration von diagnostischer Detektion und Therapie vorzunehmen. Bislang befinden sich allerdings lediglich Geräte auf dem Markt, die als präoperativ einsetzbare diagnostische Hilfsmittel eine ausreichende und dabei schonende Exkavation ermöglichen.

Fluoreszenzunterstützte Kariesexkavation (FACE) - Teil 1: Hintergrund und Grundlagen

Die Exkavation bei Karies sollte nach dem Motto erfolgen: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Im ersten Part seines dreiteiligen Vortrags stellt Professor Wolfgang Buchalla, Regensburg, dar, was die Schwierigkeiten beim Finden der richtigen Exkavationsgrenze sind und welche Lösungsansätze dafür zur Verfügung stehen. Karies entsteht durch den Abbau niedermolekularer Kohlehydrate durch Bakterien wie Laktobazillen und Aktinomyzeten.

Die hierbei entstehenden organischen Säuren werden durch die Zahnhartsubstanz neutralisiert und sorgen für deren Demineralisation. Eine kariöse Läsion entsteht. Diese ist durch Speicheleinschlüsse feucht, in der Regel verfärbt, mikrobiell besiedelt und enthält folglich bakterielles Endotoxin. Im zahnärztlichen Alltag werden mittels Diamanten Zugangskavitäten geschaffen, um solche Läsionen zu erreichen. Es folgt eine unterminierende Exkavation des weichen Dentins mit Hilfe von Rosenbohrern aus Hartmetall. Inwieweit die Restzahnsubstanz nach der Exkavation infektionsfrei ist, entscheidet der Behandler gewöhnlich visuell-taktil.

Die Begutachtung der Farbe pulpennaher Dentinareale sowie das ‚Sondenklirren’ stellen dabei die Indikatoren dar, die darüber entscheiden, ob eine Exkavation hinreichend erfolgte. Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte wurden Hilfsmittel wie der Kariesdetektor, das Carisolv-System sowie Polymerrosenbohrer entwickelt, die eine hinreichende Exkavation ermöglichen und eine Überexkavation verhindern sollten. Sie alle konnten sich in der Praxis nicht gänzlich etablieren. FACE basiert auf der Identifizierung bakteriell infizierter Bereiche der Zahnhartsubstanz.

Kariöses Dentin zeigt bei einer Bestrahlung mit violettem Licht einer Wellenlänge von 405 nm eine rote Fluoreszenz durch die Präsenz fluoreszierenden Porphyrins. Nicht kariöse Areale dagegen fluoreszieren grün. Idealerweise könnten entsprechende Lichtquellen in ein Winkelstück eingebaut werden, um eine Integration von diagnostischer Detektion und Therapie vorzunehmen. Bislang befinden sich allerdings lediglich Geräte auf dem Markt, die als präoperativ einsetzbare diagnostische Hilfsmittel eine ausreichende und dabei schonende Exkavation ermöglichen.

Über den Experten

Wolfgang Buchalla

Prof. Dr. Wolfgang Buchalla

Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Universität Regensburg

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