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Implantatgetragene Rekonstruktionen in der ästhetischen Zone

Dr. Sönke Harder, München, stellt sein klinisch-implantologisches Konzept zur Integration von Implantaten in die ästhetische Zone der Oberkieferfront vor. Das Konzept beruht auf einer umfassenden präoperativen Planung. Die Planungsphase beinhaltet bei Dr. Harder die Risikoeinschätzung für einen potentiellen ästhetischen Misserfolg ebenso wie die korrekte Implantatpositionierung, das aktive Weichgewebsmanagement sowie die Auswahl der prothetischen Restauration. Besondere Bedeutung misst Dr. Harder der Patientenselektion bei. Der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, seine Erwartungen an die Restauration, Knochen- und Weichgewebsdefizite sind dabei von ebenso großer Bedeutung wie dessen Niktotinkonsum, dessen gingivaler Biotyp oder die Präsenz lokaler Entzündungen. Diese Parameter üben vor allem großen Einfluss auf die periimplantäre Weichgewebssituation aus. Diese kann vor, während oder nach der Insertion des Implantats durch die Transplantation subepithelialen Bindegewebes vom Gaumen maßgeblich beeinflusst werden und bildet den Grundstein für ein ästhetisch zufriedenstellendes Langzeitergebnis. Des Weiteren spielt die Positionierung der Implantate innerhalb der so genannten Komfortzone eine tragende Rolle. Mindestens 1,5 mm sollte der mesio-distale Abstand zwischen einem Implantat und einem natürlichen Zahn betragen, mindestens 3 mm der Abstand zwischen zwei benachbarten Implantaten. In korono-apikaler Richtung sollte die Implantatschulter ca. 2 mm apikal der Schmelz-Zement-Grenze der Nachbarzähne zum Liegen kommen. Vor allem aber der oro-vestibulären Position muss hinreichend Beachtung geschenkt werden. Eine Insertion zu weit vestibulär führt zwangsläufig zu einem Ausdünnen des dortigen Knochens. Die Ernährung der darüber liegenden befestigten Gingiva kann langfristig nicht mehr gewährleistet werden. Die Folge sind Rezessionen und freiliegende Abutmentoberflächen, die mit dem ästhetischen Anspruch des Patienten nicht kompatibel sein können. Dr. Harder geht darüber hinaus auf die Vor- und Nachteile rein keramischer Abutments und keramischer Abutments mit einer Titan-Klebebasis ein. Letztere sind hinsichtlich der Stabilität ihres Implantat-Abutment-Interfaces den Zirkonoxidabutments überlegen. Diese zeigen statische Belastungsgrenzen von lediglich 690 Newton, stellen aber dennoch bei der Versorgung der ästhetischen Zone mit Implantaten den Goldstandard dar.

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Implantatgetragene Rekonstruktionen in der ästhetischen Zone

Dr. Sönke Harder, München, stellt sein klinisch-implantologisches Konzept zur Integration von Implantaten in die ästhetische Zone der Oberkieferfront vor. Das Konzept beruht auf einer umfassenden präoperativen Planung. Die Planungsphase beinhaltet bei Dr. Harder die Risikoeinschätzung für einen potentiellen ästhetischen Misserfolg ebenso wie die korrekte Implantatpositionierung, das aktive Weichgewebsmanagement sowie die Auswahl der prothetischen Restauration. Besondere Bedeutung misst Dr. Harder der Patientenselektion bei. Der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, seine Erwartungen an die Restauration, Knochen- und Weichgewebsdefizite sind dabei von ebenso großer Bedeutung wie dessen Niktotinkonsum, dessen gingivaler Biotyp oder die Präsenz lokaler Entzündungen. Diese Parameter üben vor allem großen Einfluss auf die periimplantäre Weichgewebssituation aus. Diese kann vor, während oder nach der Insertion des Implantats durch die Transplantation subepithelialen Bindegewebes vom Gaumen maßgeblich beeinflusst werden und bildet den Grundstein für ein ästhetisch zufriedenstellendes Langzeitergebnis. Des Weiteren spielt die Positionierung der Implantate innerhalb der so genannten Komfortzone eine tragende Rolle. Mindestens 1,5 mm sollte der mesio-distale Abstand zwischen einem Implantat und einem natürlichen Zahn betragen, mindestens 3 mm der Abstand zwischen zwei benachbarten Implantaten. In korono-apikaler Richtung sollte die Implantatschulter ca. 2 mm apikal der Schmelz-Zement-Grenze der Nachbarzähne zum Liegen kommen. Vor allem aber der oro-vestibulären Position muss hinreichend Beachtung geschenkt werden. Eine Insertion zu weit vestibulär führt zwangsläufig zu einem Ausdünnen des dortigen Knochens. Die Ernährung der darüber liegenden befestigten Gingiva kann langfristig nicht mehr gewährleistet werden. Die Folge sind Rezessionen und freiliegende Abutmentoberflächen, die mit dem ästhetischen Anspruch des Patienten nicht kompatibel sein können. Dr. Harder geht darüber hinaus auf die Vor- und Nachteile rein keramischer Abutments und keramischer Abutments mit einer Titan-Klebebasis ein. Letztere sind hinsichtlich der Stabilität ihres Implantat-Abutment-Interfaces den Zirkonoxidabutments überlegen. Diese zeigen statische Belastungsgrenzen von lediglich 690 Newton, stellen aber dennoch bei der Versorgung der ästhetischen Zone mit Implantaten den Goldstandard dar.

Über den Experten

Sönke Harder

Priv.-Doz. Dr. Sönke Harder

Spezialist für Prothetik (Zahnersatz) und Implantologie

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