Mikrochirurgische Wurzelspitzenresektion, Teil 1

Ein zuvor bis zum Apex aufbereiteter und gefüllter Zahn 24 ist auch einige Wochen nach der Wurzelbehandlung noch immer nicht beschwerdefrei. Er zeigt sich perkussions- und druckempfindlich. Dr. Tom Schloss entscheidet sich deshalb für eine mikrochirurgische Wurzelspitzenresektion, deren Durchführung er uns in diesem Operationsvideo zeigt. Einer paramarginalen Schnittführung folgt eine vertikale Entlastung nach mesial. Es wird ein Dreieckslappen gebildet, der als Mukoperiostlappen direkten Zugang zum Apex des Zahnes 24 bietet. Der entzündliche periapikale Prozess hat bereits zu einer Fenestrierung der dünnen bukkalen Knochenlamelle geführt, so dass unmittelbare Sicht auf die Wurzelspitze besteht. Der Apex wird nun unter Anwendung eines Operationsmikroskops mit einem Rundbohrer und einer Lindemannfräse abgetragen, Granulationsgewebe wird exzidiert. Daraufhin nimmt Dr. Schloss die retrograde Aufbereitung der Kanäle sowie die Präparation des Isthmus mit einem Ultraschallinstrument vor. Ein biokeramischer Werkstoff wird in die Kavität appliziert, die Überschüsse werden durch Spülung mit steriler Kochsalzlösung bestmöglich entfernt. Schließlich erfolgen die Adaptation und der Verschluss der Wundränder mit Einzelknopfnähten.

Jetzt Komet Newsletter abonnieren!

2 CME Punkte

Mikrochirurgische Wurzelspitzenresektion, Teil 1

Ein zuvor bis zum Apex aufbereiteter und gefüllter Zahn 24 ist auch einige Wochen nach der Wurzelbehandlung noch immer nicht beschwerdefrei. Er zeigt sich perkussions- und druckempfindlich. Dr. Tom Schloss entscheidet sich deshalb für eine mikrochirurgische Wurzelspitzenresektion, deren Durchführung er uns in diesem Operationsvideo zeigt. Einer paramarginalen Schnittführung folgt eine vertikale Entlastung nach mesial. Es wird ein Dreieckslappen gebildet, der als Mukoperiostlappen direkten Zugang zum Apex des Zahnes 24 bietet. Der entzündliche periapikale Prozess hat bereits zu einer Fenestrierung der dünnen bukkalen Knochenlamelle geführt, so dass unmittelbare Sicht auf die Wurzelspitze besteht. Der Apex wird nun unter Anwendung eines Operationsmikroskops mit einem Rundbohrer und einer Lindemannfräse abgetragen, Granulationsgewebe wird exzidiert. Daraufhin nimmt Dr. Schloss die retrograde Aufbereitung der Kanäle sowie die Präparation des Isthmus mit einem Ultraschallinstrument vor. Ein biokeramischer Werkstoff wird in die Kavität appliziert, die Überschüsse werden durch Spülung mit steriler Kochsalzlösung bestmöglich entfernt. Schließlich erfolgen die Adaptation und der Verschluss der Wundränder mit Einzelknopfnähten.

Jetzt Komet Newsletter abonnieren!

Über den Experten

Tom Schloss M.Sc.

Dr. Tom Schloss M.Sc.

Zahnarzt mit Tätigkeitsschwerpunkt in Endodontologie

Zum Expertenprofil Frage an den Experten stellen

Das könnte Sie auch interessieren