Die Qual der Wahl: Materialien für Kronen und Brücken auf natürlichen Pfeilern - Dental Online College
Ein Service des  Deutschen Ärzteverlags
(02234) 70 11 58 0Kundenhotline

Warenkorb

Die Qual der Wahl: Materialien für Kronen und Brücken auf natürlichen Pfeilern

Jetzt kostenlos Vorschau anschauen
Fortbildungspunkte sammeln
Länge:

48:12

Referent:

Priv.-Doz. Dr. Beuer

Prof. Dr. Florian Beuer, Ludwig-Maximilian-Universität München, gibt einen Überblick über die derzeitigen Möglichkeiten der Materialwahl für Restaurationen auf natürlichen Pfeilern. Er stellt das keramische Konzept seiner Klinik vor, beruhend auf 3 verschiedenen Materialien, geht auf digitale Verblendkonzepte ein und diskutiert auch den aktuellen Stand der CAD-CAM-bearbeiteten Hochleistungspolymere.

Prothetische Restaurationen aus Keramik genügen höchsten ästhetischen Ansprüchen und weisen eine hervorragende Biokompatibilität auf. Dr. Beuer teilt die Keramiken hinsichtlich ihrer Festigkeit in drei Klassen ein und erläutert, welche Restaurationsart, abhängig von ihrer intraoralen Lokalisation, aus welcher Dentalkeramik hergestellt werden sollte.

Die mechanische Festigkeit der Keramik ist umso geringer, je höher ihr Glasanteil ist. Dieser zeichnet für die Transluzenz des Materials verantwortlich, eine Eigenschaft, die vor allem den Zahnschmelz natürlicher Zähne auszeichnet und die bei Restaurationen von Oberkiefer-Frontzähnen zu ästhetisch hervorragenden Ergebnissen führt. Solche Versorgungen aus Glaskeramik werden im Labor durch das Aufbrennen einzelner Keramikschichten hergestellt und bedürfen auf Seiten des Zahntechnikers eines profunden technischen Wissens. Geeignet sind diese Keramiken für Einzelkronen und Veneers. Aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Festigkeit können sie nicht mit konventionellen Zementen eingegliedert, sondern müssen adhäsiv befestigt werden. Allerdings bieten sie die Möglichkeit, sämtliche Wünsche des Patienten bezüglich der Form und der Farbe der Restauration mit einzubeziehen.

Keramiken aus Lithiumdisilikat weisen mittlere Biegefestigkeiten von 360-400 Megapascal auf und sind für Einzelkronen und Brücken geeignet. Diese können gepresst oder durch subtraktive Verfahren (CAD/CAM) hergestellt werden. Sie müssen nicht zwangsläufig adhäsiv befestigt werden. Eine Ätzung mit Flusssäure allerdings erhöht ihre Stabilität aufgrund der Reduktion von Mikrospannungen.

Zirkonoxik-Keramiken können dagegen nur mittels subtraktiver Verfahren gefertigt werden. Sie weisen Biegefestigkeiten von mehr als 1000 Megapascal auf und können zur Herstellung von Brückengerüsten, Primärkronen und Abutments verwendet werden. Ihre Politur gestaltet sich als äußerst schwierig. Ihre hohe mechanische Festigkeit allerdings äußert sich in einem sehr geringen Abrasionsverhalten. Patienten, die unter Bruxismus leiden, sollte daher von Restaurationen aus Zirkonoxid-Keramik abgeraten werden, da die Zahnhartsubstanz der Antagonisten einer zu großen Belastung durch die Keramik ausgesetzt würde.

Inhalte des Expertenvideos

Je höher ihr Glasanteil, desto weniger fest ist die Keramik.
Je höher ihr Glasanteil, desto weniger fest ist die Keramik.
Glaskeramiken eignen sich aufgrund ihrer Transluzenz hervorragend für Frontzahnrestaurationen.
Glaskeramiken eignen sich aufgrund ihrer Transluzenz hervorragend für Frontzahnrestaurationen.
Glaskeramiken eignen sich aufgrund ihrer Transluzenz hervorragend für Frontzahnrestaurationen.
Glaskeramiken eignen sich aufgrund ihrer Transluzenz hervorragend für Frontzahnrestaurationen.
Die Qualität geschichteter Keramikrestaurationen ist in hohem Maße abhängig von der Erfahrung des Zahntechnikers.
Die Qualität geschichteter Keramikrestaurationen ist in hohem Maße abhängig von der Erfahrung des Zahntechnikers.
Zirkonoxidkeramiken können lediglich subtraktiv verarbeitet werden.
Zirkonoxidkeramiken können lediglich subtraktiv verarbeitet werden.

Der Experte

Priv.-Doz. Dr. Florian Beuer

Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der LMU München

  • 1994-1999 Studium der Zahnheilkunde an der LMU München
  • 2000-2001 Assistent in freier Praxis
  • Seit 2002 Mitarbeiter an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der LMU München (Direktor: Prof. Dr. Dr. h.c. W. Gernet)
  • 2002 Promotion im Themenbereich vollkeramische Versorgungen
  • Seit 2004 Oberarzt
  • Klinische und wissenschaftliche Schwerpunkte: Vollkeramik, CAD/CAM-gefertigter Zahnersatz, Zirkondioxid, Implantologie
...Mehr Infos »
  • CLINICAL HOUSE EUROPE
  • IPI München
  • Health AG
  • DSI DentaScience Institute®
  • Sirona
  • W&H Deutschland GmbH
  • botiss dental Gmbh
  • BEGO Implant Systems GmbH & Co. KG
  • CAMLOG
  • Mectron
  • Dentsply Sirona Implants
  • IDI-PARO
  • Zimmer Dental
  • Komet/Gebr. Brasseler GmbH &Co KG
  • Align Technology Inc.
  • Kuraray
  • DZR
  • Henry Schein

Dental Online College: Fortbildung + Weiterbildung
in Zahnmedizin, Zahnheilkunde und Oralchirurgie.

Das Dental Online College ist eine E-Learning Plattform für Zahnärzte und Studenten. Kernbestandteil des Angebots sind qualitativ hochwertige Fortbildungs-Videos auf dem Gebiet der Zahnheilkunde, die über die Internet-Plattform aufgerufen werden können. Das Dental Online College bietet Zahnärzten und Studenten als Online-Fortbildungsplattform neben OP-Trainings, die anspruchsvolle chirurgische Techniken in anschaulichen Videos zeigen, auch weiterführende Interviews, Videos von Vorträgen und Unterlagen zur Durchführung der OPs.

Sie finden uns auch auf:

Service- und Mitgliedshotline:

+49 (02234) 70 11 58 0

Newsletter abonnieren


Newsletter abonnieren»