Vorschau beendet

Dieses Expertenvideo können Sie in voller Länge sehen, wenn Sie es einzeln kaufen

oder ein Abonnement abschließen.

Wurzelkanaldesinfektion - Teil 2: Applikation und Aktivierung der Spülflüssigkeiten

Über Applikation und Aktivierung von Spüllösungen spricht Priv.-Doz. Dr. Tina Rödig, Universitätsmedizin Göttingen, in ihrem zweiten Vortrags. Das Vordringen der Spüllösungen bis auf Arbeitslänge spielt dabei eine äußerst wichtige Rolle. Dr. Rödig erläutert, wie der Zahnarzt dies durch richtige Wahl des Nadeldesigns und durch die optimale Aktivierung der Spüllösung sicherstellen kann. Beeinflusst wird dieses Ziel maßgeblich vom Design der Nadel der Spülkanüle. Ist diese an ihrer Spitze geöffnet, muss sie ca. 2-3 mm vor dem Erreichen der Arbeitslänge zum Liegen kommen. Hat sie dagegen seitliche Fenestrierungen, sollte sie weiter nach apikal bis ungefähr 1 mm vor Erreichen der Arbeitslänge eingebracht werden, um eine vollständige Spülung des Kanalsystems gewährleisten zu können. Dabei sollte die Nadel zu keiner Zeit Friktion im Wurzelkanal aufweisen, da sonst eine erhöhte Gefahr des Überpressens der Spüllösung nach periapikal besteht. Aufgrund der Unzugänglichkeit mancher Bereiche des Wurzelkanals und des Vapor-Lock-Effekts empfiehlt sich die Aktivierung der Spüllösung, um im Rahmen eines hydrodynamischen Effektes Mikrozirkulationen im Kanalverlauf hervorzurufen und somit nicht präpariertes Wurzeldentin zu dekontaminieren. Neben manuellen Methoden (Pumpeffekt durch Auf- und Abwärtsbewegungen eines Masterpoints) sollte hierfür vor allem der Einsatz von Ultraschallgeräten in Betracht gezogen werden. Die passive Anwendung endodontischer Ultraschallaufsätze erfolgt für 30-60 sec je Kanal und zeigt in vivo eine wesentlich erhöhte antimikrobielle Wirkung als die herkömmliche Applikation der Spüllösung.

2 CME Punkte

Wurzelkanaldesinfektion - Teil 2: Applikation und Aktivierung der Spülflüssigkeiten

Über Applikation und Aktivierung von Spüllösungen spricht Priv.-Doz. Dr. Tina Rödig, Universitätsmedizin Göttingen, in ihrem zweiten Vortrags. Das Vordringen der Spüllösungen bis auf Arbeitslänge spielt dabei eine äußerst wichtige Rolle. Dr. Rödig erläutert, wie der Zahnarzt dies durch richtige Wahl des Nadeldesigns und durch die optimale Aktivierung der Spüllösung sicherstellen kann. Beeinflusst wird dieses Ziel maßgeblich vom Design der Nadel der Spülkanüle. Ist diese an ihrer Spitze geöffnet, muss sie ca. 2-3 mm vor dem Erreichen der Arbeitslänge zum Liegen kommen. Hat sie dagegen seitliche Fenestrierungen, sollte sie weiter nach apikal bis ungefähr 1 mm vor Erreichen der Arbeitslänge eingebracht werden, um eine vollständige Spülung des Kanalsystems gewährleisten zu können. Dabei sollte die Nadel zu keiner Zeit Friktion im Wurzelkanal aufweisen, da sonst eine erhöhte Gefahr des Überpressens der Spüllösung nach periapikal besteht. Aufgrund der Unzugänglichkeit mancher Bereiche des Wurzelkanals und des Vapor-Lock-Effekts empfiehlt sich die Aktivierung der Spüllösung, um im Rahmen eines hydrodynamischen Effektes Mikrozirkulationen im Kanalverlauf hervorzurufen und somit nicht präpariertes Wurzeldentin zu dekontaminieren. Neben manuellen Methoden (Pumpeffekt durch Auf- und Abwärtsbewegungen eines Masterpoints) sollte hierfür vor allem der Einsatz von Ultraschallgeräten in Betracht gezogen werden. Die passive Anwendung endodontischer Ultraschallaufsätze erfolgt für 30-60 sec je Kanal und zeigt in vivo eine wesentlich erhöhte antimikrobielle Wirkung als die herkömmliche Applikation der Spüllösung.

Über die Expertin

Tina Rödig

Priv.-Doz. Dr. Tina Rödig

Zahnärztin und Spezialistin für Endodontie

Zum Expertinnenprofil Frage an die Expertin stellen

Das könnte Sie auch interessieren