dent update 2015: Komposite: Alles beim Alten oder doch nicht?

Über die letzten zwei Jahre sind wieder viele neue Kompositmaterialien auf den Markt gekommen. Es handelt sich zwar oft eher um Evolutionen als Revolutionen, doch sie erlauben eine angenehmere Verarbeitung, sind toleranter hinsichtlich ihrer Durchhärtung und ermöglichen uns, die geforderte Ästhetik einfacher und reproduzierbarer zu gestalten. Die Technologie dahinter existiert eher im Verborgenen, unsichtbar für den Anwender. Sie hat aber einen enormen Einfluss auf die klinische Verarbeitungsfähigkeit des jeweiligen Materials. Modifizierte Anwendungstechniken eröffnen ganz neue Therapieoptionen. Kurz: Kompositversorgungen bleiben ein sehr spannendes Thema, die Story ist noch lange nicht zu Ende! Bulkfill-Technik: Wer seinerzeit im Examen davon geredet hätte, einen approximalen Kasten vier Millimeter mit einem Flow-Komposit aufzufüllen und auf einen Satz zu härten – der wäre heute kein Zahnarzt. Ein Teil des Vortrages wird sich deshalb mit den Möglichkeiten und Grenzen der Bulkfill-Technik beschäftigen, inklusive einer Bewertung der aktuell auf dem Markt befindlichen Materialien.

Matrizen: Die Möglichkeiten, die Anwendungsformen und auch das Indikationsspektrum haben sich geändert: von der minimalinvasiven Klasse II hin zum dauerhaften Höckerersatz, wenn die Restaurationen größer und deren Formgebung diffiziler werden. Der Vortrag liefert ein Update über wirklich sinnvolle Matrizensysteme, die einen sicheren Approximalkontakt und eine anatomische Konturierung des Zahnes ermöglichen.

Indikationserweiterung: Auch die Differenzierungsgrenzen zwischen Komposit und Keramik verschwimmen: „Composite goes Ceramic“ meint die Indikationserweiterung hin zu funktionellen indirekten Versorgungen wie substanzschonende Teilkronen und Kauflächenveneers. Hier tun sich faszinierende Therapiekonzepte auf.
Auch die Kombination aus Komposit und Keramik hinsichtlich der Kavitätenbodenelevation ermöglicht neue Therapiekonzepte. Diese sind zurzeit allerdings für viele Zahnärzte noch gewöhnungsbedürftig.

Adhäsivtechnik: Ein Stockwerk tiefer, unter dem Komposit, hat sich viel getan: Fast alle Hersteller bieten heute Universaladhäsive an. Hier verschmelzen die beiden Adhäsivphilosophien „Etch & Rinse“ und „Self Etch“ zu einer vereinfachten, aber dennoch sicheren Anwendung. Die Crux: Leider stehen die 10-Jahresdaten aus einer klinischen Studie noch aus.

Polymerisation: Einen breiten Raum bekommen Tipps zur korrekten Lichtpolymerisation: Was kann die suffiziente Polymerisation alles beeinflussen? Wie lassen sich Fehler vermeiden? Eine Checkliste hilft, ein neues Gerät muss nicht sein.

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dent update 2015: Komposite: Alles beim Alten oder doch nicht?

Über die letzten zwei Jahre sind wieder viele neue Kompositmaterialien auf den Markt gekommen. Es handelt sich zwar oft eher um Evolutionen als Revolutionen, doch sie erlauben eine angenehmere Verarbeitung, sind toleranter hinsichtlich ihrer Durchhärtung und ermöglichen uns, die geforderte Ästhetik einfacher und reproduzierbarer zu gestalten. Die Technologie dahinter existiert eher im Verborgenen, unsichtbar für den Anwender. Sie hat aber einen enormen Einfluss auf die klinische Verarbeitungsfähigkeit des jeweiligen Materials. Modifizierte Anwendungstechniken eröffnen ganz neue Therapieoptionen. Kurz: Kompositversorgungen bleiben ein sehr spannendes Thema, die Story ist noch lange nicht zu Ende! Bulkfill-Technik: Wer seinerzeit im Examen davon geredet hätte, einen approximalen Kasten vier Millimeter mit einem Flow-Komposit aufzufüllen und auf einen Satz zu härten – der wäre heute kein Zahnarzt. Ein Teil des Vortrages wird sich deshalb mit den Möglichkeiten und Grenzen der Bulkfill-Technik beschäftigen, inklusive einer Bewertung der aktuell auf dem Markt befindlichen Materialien.

Matrizen: Die Möglichkeiten, die Anwendungsformen und auch das Indikationsspektrum haben sich geändert: von der minimalinvasiven Klasse II hin zum dauerhaften Höckerersatz, wenn die Restaurationen größer und deren Formgebung diffiziler werden. Der Vortrag liefert ein Update über wirklich sinnvolle Matrizensysteme, die einen sicheren Approximalkontakt und eine anatomische Konturierung des Zahnes ermöglichen.

Indikationserweiterung: Auch die Differenzierungsgrenzen zwischen Komposit und Keramik verschwimmen: „Composite goes Ceramic“ meint die Indikationserweiterung hin zu funktionellen indirekten Versorgungen wie substanzschonende Teilkronen und Kauflächenveneers. Hier tun sich faszinierende Therapiekonzepte auf.
Auch die Kombination aus Komposit und Keramik hinsichtlich der Kavitätenbodenelevation ermöglicht neue Therapiekonzepte. Diese sind zurzeit allerdings für viele Zahnärzte noch gewöhnungsbedürftig.

Adhäsivtechnik: Ein Stockwerk tiefer, unter dem Komposit, hat sich viel getan: Fast alle Hersteller bieten heute Universaladhäsive an. Hier verschmelzen die beiden Adhäsivphilosophien „Etch & Rinse“ und „Self Etch“ zu einer vereinfachten, aber dennoch sicheren Anwendung. Die Crux: Leider stehen die 10-Jahresdaten aus einer klinischen Studie noch aus.

Polymerisation: Einen breiten Raum bekommen Tipps zur korrekten Lichtpolymerisation: Was kann die suffiziente Polymerisation alles beeinflussen? Wie lassen sich Fehler vermeiden? Eine Checkliste hilft, ein neues Gerät muss nicht sein.

Über den Experten

Claus-Peter Ernst

Prof. Dr. Claus-Peter Ernst

Professor an der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

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